So war er, der Alternative BundesPARTEItag am 3.10.15 in Frankfurt

Teilnehmer Alternativer PARTEItag 2015

Teilnehmer Alternativer PARTEItag 2015

Der erste Alternative PARTEItag in Frankfurt war ein voller Erfolg. Genossen aus (mind.) drei Bundesländern und zwei Rassen reisten an oder wurden angereist. Ein besonderer Dank geht auch an die Kapelle White Floor!

Grüßworte des GröVaZ der Partei Die PARTEI Martin Sonneborn.

Liebe Frankfurter, liebe Frankfurtbesucher,

es ist eigentlich unbegreiflich, dass man das Loch im Osten, das sich Frankfurt nennt, mit dem Loch im Westen, das sich Frankfurt nennt, vertauscht. Schließlich gibt hier Glaspaläste, wo es im Osten nur marode Plattenbauten gibt. Während in Frankfurt West die Polizeiautos brennen, brennen in Frankfurt Ost höchstens Flüchtlingsheime.

Aber gerade diese Umstände sind es, die es eigentlich unausweichlich machen, heute in beiden Frankfurts zu sein. Zum Tag der deutschen Zweiheit ist es Beweis dafür, dass es immer noch zwei Deutschlands gibt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Euer Handeln ist es, das mich daran glauben lässt, dass die Mauer dort hin kommt, wo sie hingehört: raus aus den Köpfen und rein in die Landschaft!

Einen wunderbaren Abend in Frankfurt wünscht euch aus dem richtigen Frankfurt,
Martin Sonneborn

GröLVBaZ

GröLVBaZ

Die Rede des Größten Landesvorsitzenden Brandenburgs aller Zeiten der Partei Die PARTEI Lars Krause anlässlich des Alternativen BundesPARTEItags in Frankfurt bei Polen

Genossinninnen und Genossen, die ihr von fern und ferner herbeigepilgert seid, um diesem ersten NichtPARTEItag beizuwohnen,

im Namen dieses blutleeren Landes begrüße ich, euer Größter Landesvorsitzender Brandenburgs aller Zeiten, euch in Frankfurt! Nicht in Frankfurt / SBZ, nicht in Frankfurt / Ost, nein, einfach nur in Frankfurt, the one and only. Einst gab es einen Namensvetter dieser Stadt auf der anderen Seite der Landkarte; jüngste Ereignisse belegen jedoch, dass dieses nichtswürdige Fleckchen Erde den Namen Frankfurt nicht verdient.

Die anderen dort drüben am Main mögen Wolkenkratzer haben und eine Börse und einen Flughafen, doch sie wissen nichts damit anzufangen. In ihrer grenzenlosen Arroganz, ihrem Egozentrismus und ihrer Überheblichkeit haben sie bei der „Organisation des PARTEItags“ keinen Gedanken an ihre Genossen verschwendet, daran, dass ihre eigens anreisenden PARTEIbrüder Platz benötigen, Brot und Spiele! Just in diesem Moment sitzen dort einige graue Eminenzen allein an einem runden Tisch und streiten um Geld und Macht, eine finstere Parallelgesellschaft der herrschenden Klasse.
Von diesen Diskussionen bleiben wir Proletarier ausgeschlossen, nicht allein, weil wir ausgeschlossen wurden, sondern weil wir sie ausschließen! Traditionell haben wir nichts, weder Macht noch Geld, die es zu verteilen gilt. Und doch – seht, wie viel besser es uns geht! Wir stehen hier mit leeren Händen, unbeschwert und frohen Mutes zu einer herrlich grauen Meute vereinigt, einer wie alle, die Musketiere der Masse.

Haben sie, diese anderen, nichts gelernt aus dem Niedergang der Piraten, aus dem Herrn der Ringe? Als unsere PARTEImitgliedsnummern noch dreistellig waren, vereinte uns alle ein heimlicher Idealismus, verkleidet in Häme über die Ideenleere und das durchschaubare opportunistische Geld- und Machtstreben der anderen, die durch interne Hahnenkämpfe ihr eigenes Scheitern besiegelten. Und so kann ich mir ein satirisches Grinsen kaum verkneifen, wenn ebensolche Opportunisten sich nun anschicken, unsere PARTEI durch Putschversuche zu zersetzen. Gleichzeitig erfüllt es mich mit Widerwillen, unsere moralische Überlegenheit dadurch gefährdet zu sehen. Ich als langjähriges PARTEIführungsorgan möchte mich auch weiterhin mit schadenfroh erhobenem Zeigefinger über die Dummheit der anderen amüsieren, nicht über unsere eigene. Deutlicher denn je möchte ich mich daher von den destruktiven Separatisten distanzieren und fordere euch auf, mir zu folgen!

Kein Datum repräsentiert den Geist unseres NichtPARTEItags besser als dieses Wochenende der deutschen Zwietracht, kein Ort eignet sich besser dazu als die Heimat von Zwietracht Frankfurt. Und so stehe ich heute hier als der Führer der Separatistenseparatisten und rufe euch zu: Was wir brauchen, haben wir, und was wir nicht haben, brauchen wir nicht! Ein Bier, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden! In diesem Sinne: Prostata!

GröLVBaZ und GröPGaZ

GröLVBaZ und GröPGaZ

Die Rede des Größten Politischen Geschäftsführers aller Zeiten des Landesverbandes Brandenburg der Partei Die PARTEI Prof. Dr. Rüdiger Prasse anlässlich des Alternativen BundesPARTEItags in Frankfurt bei Polen

 Teilung ist der Anfang allen intelligenten Lebens (gestohlen von irgendeiner Partei-Internet-Seite. Irgendwie stand auch Bremen neben dieser Aussage).

Nun, liebe Genossinnen und Genossaußen, verdammte, aber dafür gern viel und in Unkenntnis schreibende Vertreter der Journaille sowie liebe andere Menschen, die aus welchen Gründen auch immer hier erschienen sind, auch ich begrüße Euch bzw. Sie noch einmal ganz herzlich im Namen des Vorstandes des Landesverbandes Brandenburg der Partei Die PARTEI hier in der DarstellBar im Kleist Forum von Frankfurt bei Polen.

Weshalb erwähne ich nun Intelligenz, Anfang und Teilung in einem, noch dazu in einem für Politiker unüblich kurzen Satz? Ja, einfach weil der Landesverband Brandenburg der Partei Die PARTEI intelligent genug war und ist, um hier in Frankfurt bei Polen nahe des Ortes Slubice, was, sofern man es aus dem Polnischen ins Deutsche übersetzt, Frankfurt bei Ostdeutschland heißt, aber den Vorteil hat, sehr viel kürzer zu sein, heute einen Alternativen PARTEItag zu organisieren, alternativ zur PARTEItags-Ersatz-Party in Frankfurt bei, ja was eigentlich? Ich habe einmal auf die Karte geguckt, da ist ja nix, da wo Frankfurt im Westen liegt. Selbst Luxemburg und Frankreich sind noch weit weg. Also, das Wort „intelligent“ verwand ich, weil wir tatsächlich einen PARTEItag durchführen, während die da, die da in Frankfurt bei Nix meine ich, lediglich ein Kaderbesäufnis auf die Beine (vermutlich nicht einmal auf beide Beine) gestellt bekommen. Angeblich, da es dort keine ausreichend großen Räume gibt. Tjaah, hier in Frankfurt bei Polen haben wir solche in Frankfurt bei Nix fehlenden Ressourcen.

Jawohl, jubeln, klatschen und trampeln Sie! Sie müssen doch nicht alles verstanden haben, was der hier oben erzählt. Und, schon gar nicht müssen Sie ihm zustimmen. Aber, wenn wir eine Partei sind, weil wir eine Partei sein wollen, dann gehört dazu auch, dass die Parteimitglieder unabhängig von dem gerade gesagten, lautstark Zustimmung äußern. Was adipösen Politikern anderen Parteien, wie Gabriel, Merkel und Altmeier zukommt, dass müsst Ihr, die Mitglieder der Partei Die PARTEI, auch Eurem Redner zukommen lassen. Denn, nur so wird die hier versammelte Systempresse am morgigen Tag berichten können, welch außerordentlich starke Zustimmung Eurer Redner anlässlich des Alternativen PARTEItags der Partei Die PARTEI am 03.10.2015 erfuhr. Und, wir wollen uns doch in der Presse erwähnt sehen, oder?

So, jetzt wieder zurück zum Thema: Weshalb verwende ich die Worte Intelligenz, Anfang und Teilung in einem Einleitungssatz einer Rede, sogar noch vor der Begrüßung? Das mit der Intelligenz haben wir bereits geklärt. Ich wiederhole mich aber gern, wir die Mitglieder der Partei Die PARTEI sind einfach recht intelligent und mensch sieht es dies u. a. auch am professionellen Ablauf dieses Alternativen PARTEItags. Es harren daher nur noch die Begriffe Anfang und Teilung der Erläuterung. Beginnen wir mit dem Begriff Anfang! Anfang, ja, Anfang, weil wir, der Landesverband Brandenburg der Partei Die PARTEI, die gesamte Bundes-PARTEI an unseren gemeinsamen Beginn erinnern möchten. Und, bei diesem Beginn handelte es sich doch darum, dass wir angetreten sind, um die verlorengegangene Deutsche Zweiheit in ihrer einstigen Schönheit wiederzubeleben. Womit wir dann auch das dritte Wort, Teilung, angesprochen haben. Es war Chlodwig Poth, der uns in das Partei-„Stammbuch“ geschrieben hat: „Die endgültige Teilung Deutschlands – das ist unser Auftrag“. Es war in der Folge der Wählerwille, den zu brechen uns leider nicht gelungen ist, welcher uns daran gehindert hat, diese Poth’sche Forderung auf der großen politischen Bühne umzusetzen.

Aber, auch wenn dies im offiziellen Volksvotum nie zum Ausdruck kam, so haben WiO (also, Wir im Osten) die von der Partei Die PARTEI vernünftigerweise immer geforderte Zweiheit dennoch richtig gut gelebt, ja erlebt, im Sinne eines Erlebnisses. Trotz ihres wenig offiziellen Charakters hatten wir doch für 25 Jahre eine sehr schöne Trennung. Ja, die im Westen haben mächtig gearbeitet und uns den erwirtschafteten Mehrwert ohne Gegenleistung überwiesen. Vorteil für DiW (also, Die im Westen), sie müssen jetzt nicht die Negativzinsen zahlen, die angefallen wären, hätten DiW das uns überwiesene Geld auf Bankkonten hinterlegt. Vorteile für UiO (also, Uns im Osten): Wir haben besser ausgebaute und ausgerüstete Straßen, Innenstädte, Fachhochschulen und Universitäten. Ja, ich weiß, die älteren Westberliner im Saal bzw. ihre Kinder (jedenfalls jene, die ihren Eltern zugehört haben) lachen nun über uns. Sie haben schließlich schon seit Kriegsende die Erfahrung gemacht, dass es keiner Gegenleistung bedarf, um von DiW (also, Denen im Westen) finanziert zu werden. Aber, für UiO waren die letzten 25 Jahre auch eine harte Lehrzeit. Um das hier einmal klarzustellen, eine übliche Lehre in der BRD und dem nachfolgenden Gesamtkonstrukt dauert 2-3 Jahre. UiO haben DiW aber eine Lehre über einen Zeitraum von 25 Jahren zukommen lassen. Nachdem wir in der DDR gelernt hatten, dass mensch nix leisten muss, da mensch für Leistung eh nix kriegt, also kein sinnvoll verwendbares Geld jedenfalls, haben die DiW uns nachfolgend darauf trainiert, dass wir für nix leisten, dennoch etwas kriegen. Ja, soweit so gut, es hat halt etwas gedauert. Aber, letztlich, wir haben auch das gelernt und – wie zuvor gesagt – unsere Vorteile daraus gezogen. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle zudem noch kurz auf unser Vergnügen an den westfinanzierten Spaßbäder des Ostens (SdO) sowie den darin vorgehaltenen Alkoholika (dvA) verweisen. Zugegeben, wir haben als Negativum ein paar mehr Nazis als DiW. Aber, das ist vermutlich doch auch bloß den preiswerten elektrischen Kurzhaarschneidern aus dem Westen zu verdanken (Redner streicht sich selbst durch die Haare).

Spätestens jetzt sagen Sie, liebe Zuhöreraußen und -innen – ich merke es an der Unruhe im Saal -, was redet der? Is doch allet schick so, krass cool, ejh, was machen Problem, Du Opfer? Und, was antworte ich? Nuuuhn, eventuell ist der Westen Deutschlands ein Problem? Ja, der ist das Problem! DiW diskutieren jetzt, ob der im Westen eingezogene Soli weiterhin bedingungslos UiO ausgezahlt werden soll! Unglaublich!! In einer – ich betone – harten 25 jährigen Lehrzeit haben wir gelernt, direkt und leistungsunabhängig über den Westdeutschen Steuerzahler finanziert zu werden. Und, jetzt, wo wir dies verstanden haben, soll plötzlich zu so einem, für uns vollkommen ungewohnten, leistungsabhängigen Quatsch gewechselt werden? Nein, nicht mit uns, der Ostgau der Partei Die PARTEI verweigert die notwendige Zustimmung des Ostens. Schauen wir uns doch die Situation im Westen an! Dessen Produktivität liegt 20% über Ostniveau. Und, geht es denen besser als uns? Nee, die haben eine viel schlechtere Infrastruktur als WiO. Und, nach Medienberichten kommen dort im Westen (DiW) jetzt gerade täglich tausende neuer Arbeitskräfte (Nach Aussage der Bild -hüstle- Zeitung sogar Millionen) an. Und, was geschieht? DiW können die neuen Arbeitskräfte aus finanziellen Gründen nicht eingliedern! Und dies, obwohl die Demoskopie (eine Wissenschaft, deren Qualitäten noch deutlich unterhalb von Parapsychologie und Psychiatrie einzuordnen sind) behauptet, dass – auf Grund der geringen Geburtenrate im Westen – eine Zuwanderung von Arbeitskräften erwünscht ist.

An dieser Stelle möchte ich kurz für einen herzhaften Applaus zu Gunsten des großen Nachwuchserzeugers, unseres gNErz, Lars Krause unterbrechen. Danke!

Ja, ich gebe es zu, der finanzielle Einsatz DiW für UiO hat dazu geführt, dass sich der Westen keine neuen Arbeitskräfte mehr leisten kann und den Brandschutz, sogar in Turnhallen, vernachlässigen muss. Aber, ist das unsere Schuld? Nein rufe ich Ihnen zu, nein, die Verhältnisse in den letzten 25 Jahren waren einfach so. Und, wir haben halt einfach das Beste für uns daraus gemacht.

Nur, dies bedeutet auch – und hier komme ich wieder zu den Anfangs eingeführten Begriffen der Trennung bzw. der Zweiheit – WiO können es uns schon aus Gründen des Selbsterhalts nicht leisten, uns wirklich langfristig an einen insolventen Financier (also, den Westen) zu binden. Solange die da noch zahlen, ja, ok! Das nehmen wir noch mit. Aber bereits mittelfristig müssen wir uns anders orientieren und Chlodwig Poths Aussage „Die endgültige Teilung Deutschlands – das ist unsere Aufgabe“ auch juristisch in die Tat umsetzen.

Ich entnehme Ihrem Jubel ein hohes Maß an Zustimmung!

Ein volles Kleist Forum in Frankfurt.

Ein volles Kleist Forum in Frankfurt.

Doch, wohin sollen wir uns in Zukunft wenden? Schauen wir einfach einmal über die Oder nach Osten (über Frankfurt bei Deutschland hinaus!), dann erkennen wir, dass das Wirtschaftswachstum in 2014 in Polen bei satten 3,3 % mit steigender Tendenz lag. Und, das Wirtschaftswachstum in den sog. Alt-Bundesländern (unserer Financiers) lag gerade einmal bei 1,6 %. Und, Westberlin ist da schon rausgerechnet, da die was ihre Finanzierung angeht auch nur Ossis sind.

Die Schlussfolgerung aus dem Ganzen ist nun, wenn der Osten Deutschland überleben will, dann muss er sich – ich hoffe, ich konnte dies belegen – bereits mittelfristig baulich wieder vom Westen Deutschlands trennen und sich nach Polen orientieren. Die haben die notwendige Finanzkraft, um UiO zu subventionieren.

Ja, ich weiß, nech, die gaaaanz Klugen hier im Saal (vor allem die wikipedia-geschulten Journalisten; der Redner kichert leicht!) werden jetzt wieder argumentieren, so ein Anschluss würde rechtlich überhaupt nicht funktionieren. Euch aber halte ich entgegen, Ihr seid Angsthasen, Weicheier und Schisser, jawohl! Mit Westdeutschland hat es doch auch funktioniert! Ein bisschen in den Gesetzen des neuen Landes lesen und hoppla, da fand er sich plötzlich, der Paragraph, der uns den Anschluss ermöglichte. Also, es gibt überhaupt keinen Grund, warum das nicht auch mit Polen funktionieren soll.

Ich halte daher fest, in Zukunft ist Polen unser Westen!

25 Jahre äußerliche Einheit und innerliche Trennung. Das ist identisch mit einer Ehe und der silbernen Hochzeit. Und, jeder weiß, was nach der silbernen Hochzeit kommt: Die Kinder sind aus dem Haus und die Frau reicht die Scheidung ein (jedenfalls, wenn mensch den Statistiken des Magazins „Der Spiegel“ glaubt). Und, wer soll jetzt von DiW (also, Denen im Westen) gefickt werden (Soli-Entzug und so!)? WiO! Also, dann sind wir doch die Frau in dieser Beziehung und wir reichen die Scheidung ein!

Hi Hinter

Im Anschluss an die Feierlichkeiten wurde die Freundschaft zu Polen „Polen ist unser Westen!“ und eine bessere Welt „Lieb sein!“ demonstriert. Ferner wurde erneut in Polen einmarschiert und das Land wurde leergegessen.

Einmarsch in Polen

Einmarsch in Polen